Do.,
28. Januar
10
19.00 Uhr
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Vortrag
Frau Prof. Dr. Heidemarie
Koch, Marburg
Persepolis – Glänzende Hauptstadt des Perserreiches
Unter König
Dareios d. Gr. (522 - 486 v.Chr.) hat das persische Großreich
seine größte Ausdehnung erreicht, und seine Gliederung
und Verwaltung sind zu höchster Perfektion ausgebildet worden.
Als glanzvolles Zentrum dieses Riesenreiches hat Dareios seine
Hauptstadt Persepolis erbauen lassen, die nicht nur der Zurschaustellung
seiner Macht sondern auch gleichzeitig als Sitz der Verwaltung
dienen sollte. So entstand eine völlig neuartige Anlage auf
einer hohen Terrasse, dem Ankommenden schon von weither sichtbar.
Wie der ursprüngliche Entwurf des Großkönigs aussah
und wie ungewöhnlich sein Konzept war, soll in dem Vortrag
gezeigt werden. Dabei wird besonders auf die mit Reliefs verzierten
Treppen des Apadana, des Empfangssaales des Großkönigs,
eingegangen, die die Völker des Großreiches darstellen,
wie sie ihre Gaben hin zu ihrem König bringen. Mit Hilfe
der Darstellungen dieser und der vielen weiteren Reliefs der Bauten
soll die Burgterrasse in Persepolis mit Leben erfüllt werden.
Außerdem ge-ben die vielen Tausende an Verwaltungstäfelchen,
die man dort gefunden hat, einen Eindruck von dem Leben der Handwerker,
die diese Kunstwerke geschaffen haben, wie auch von den obersten
Beamten, die dort tätig waren. Unter Großkönig
Dareios hat die achämenidische Kunst, die Einflüsse
aus dem Orient und aus dem griechischen Westen zu etwas ganz Eigenem
verschmolzen hat, ihre charakteristische Ausprägung erfahren.
Heidemarie Koch,
1963 bis 1966 Studium (Hauptfach Mathematik), von 1966 bis 1972
tätig als Lehrerin in Hannover; 1972 bis 1976 Studium in
Göttingen; 1976 Promotion im Hauptfach Iranistik und den
Nebenfächern Klassische Archäologie und Christliche
Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte; 1977 bis 1986
wiss. Mitarbeiterin am Seminar für Iranistik und Vorderasiatische
Archäologie in Göttingen; 1986 Habilitation für
Iranistik in Marburg und Ernennung zur Privatdozentin; 1990/91
Forschungs-Stipendium der DFG; 1993/94 Vertretung der Professur
für Vorderasiatische Archäologie in Frankfurt; 1995
Ernennung zur apl. Professorin für Iranistik in Marburg.
Forschungsschwerpunkte: Persische Geschichte und Sprachen in vorislamischer
Zeit (Achaimeniden, Parther, Sasaniden), unter besonderer Berücksichtigung
der Kulturgeschichte (Wirtschaft, Verwaltung, Religion); elamische
Quellen und ihre Bedeutung für die Kulturen des Alten Iran
ab etwa 4000 v.Chr. bis zur Zeit der Achaimeniden.
Unkostenbeitrag
für Nicht-Mitglieder € 5.00/ Studenten € 2.50
Mitglieder bitte Ausweise vorlegen
Frau Prof. Koch wird
im März 2010 eine Spezialreise „Klassisches Persien“
führen (Programm ist beigelegt). Das Programm ist bei dieser
Reise darauf abgestimmt, daß an den einzelnen Orten genügend
Zeit für ausführliche Besichtigungen vorhanden ist.
So wird z.B. Persepolis dreimal je einen halben Tag besucht, sonst
sind für Gruppen 1 ½ Stunden üblich. Auf dem
Programm stehen die wichtigsten Stätten der alten elamischen
Kultur (4.-2. Jt. v.Chr.), die Königsstädte der Perser,
sasanidische Städte und Felsreliefs (3. Jh. n.Chr.), die
schönste erhaltene Stadtanlage der islamischen Zeit (Isfahan,
16./17. Jh.) wie auch phantastische Lehmarchitektur (z.B. Yazd,
dort auch „Türme des Schweigens“ der Zarathustra-Anhänger).
Interessenten melden
sich bitte bei:
Prof. Dr. Heidemarie Koch
Biegenstr. 11 CA
35032 Marburg
Tel. 06421/15205 Fax: 06421/166710
e-mail: kochh@staff.uni-marburg.de
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